gedicht

Gedicht/Songtext: Silberstück

Silberstück

Guten morgen Silberstück
du bist und auch ich bin verrückt
die Seelen ja sie sind im Glück
wenn Leichtigkeit die Last erdrückt
wenn Trauermarsch Fanfaren weicht
und Frust und Grant nach Jahren reicht
ist verlassen es, das Scharenreich
denn Trübsal blasen war nicht leicht

Gedicht/Songtext: Töne der Erkenntnis

noch leuchtet ein leises flackern mir meinen weg ins ungewisse
und zieht mich willenlos rein in unsere nische

wir sprechen sie aus die ungebrauchten wörter
um mit den blicken dem klangbild zu folgen
und mit riesennetzen fang ich die wolken
ich mach sie klein, dass die sonne platz hat
sie wurden lang nicht mehr gemolken
ich schau in dein fragendes gesicht
und lese ein „ich kann dir nicht folgen“
dann trag ich dich halt
auf schützenden händen über den regenbogen
wir schweben durch raum und zeit
und haben so sicheren halt auf jedem boden
wir bleiben erdverbunden wie bäume
doch leben oben,
hoch oben in spähren
die gedanken neu schmecken lassen
und töne der erkenntnis
die wie spielzeug des kindes
in jede ecke passen
schallen um die welt
wie das pfeifen des windes
und wecken massen

Gedicht/Songtext: Unbehagen

wir kamen an – irgendwann – ohne ziel
doch es änderte so viel in uns
es endete das spiel der gunst
es fiel die kunst auf harten grund
und paarte sich und wir paarten uns
verscharrten unsere vergangenheit
um nach langem weg, langer zeit
unbelastet das neue wahrnehmen zu können
uns ein leben zu gönnen
auf ebenen zu rennen
den weg den wir kennen, den holt sich der wald
im ewigen brennen der neid, die gewalt
und all unsere machenschaften
racheaffen werden zu lahmen lämmern
feuerteufel zu kindern des lichts
ein neuer tag beginnt
doch sonnenstrahlen lindern nicht
unser tief sitzendens unbehagen
es ist ein neuer tag, eine neue welt
doch bleiben unsere fragen

Gedicht / Poem: Schwarz

geschrieben am 17.12.2010

An deinem Leben teilzunehmen ist schwarz
lässt mein Herz bitter schlagen
legt dunklen Schatten über helle Lichtungen
wie weisse Vogelfedern im pechschwarzen Öl
dein reines Wesen verfolgt von Dämonen
die deine liebende Seele foltern
deine Freude zur Trauer machen
und deine Zuversicht zum sich dem Schicksal ergeben
du fletscht deine Zähne dich sehnend nach Freiheit
und hast doch selbst die Schlüßel zu den Schlößern deiner Ketten

Lyrics/Poems: I´m just a little girl

I´m just a little girl (Written for Mena … a long time ago)

I’m just a little girl
What can I do
I’m just a little girl
what do I know
just a little girl
all I ever knew,
is how a little girl
grows

as i grow
I’ll get big like Alice
I’ll be stronger and stronger
I’ll fly over valleys
yeah I’ll flow
flow like a river
as i grow

I’m just a little girl
yelling for some sun
I’m just a little girl
what do I know
I’m just a little girl
spelling f – u – n – fun
just a little girl
as i grow

Wo bist du?

Für Ero 4.3.2020

Bist du wo die Blumen blühen?
Dort wo die Frettchen fangen spielen.
Bist du wo der Schatten tanzt?
Dort wo selbst Steine fühlen.

Kind Revolution

Gedicht im Wiener Dialekt

und ois leucht´ um mi
und ois regt si und zuckt
und es raschelt im Laub
und es regnt´ wia varruckt
und i, i steh´ im Regen
und i streck´ meine Händ´ in´ Wind
und i schrei und drah mi
und i bin wieda Kind

Today is World Poetry Day ! / Zum Welttag der Poesie !

One of my poems in German that seems relevant to the current situation. English translation follows / Eines meiner deutschsprachigen Gedichte, passend zur derzeitigen Situation

Poetry has saved my life! How has it affected yours?


Zikaden

Dumpf drängt die Zeit uns rein in neue Dekaden

oft markerschütternd, wie der Klang von Zikaden

Kunst sprengt, bereit für Neues, Barrikaden

und baut sogleich sie wieder auf, mit neuen Farben

Strahlendes blendet uns, mit viel zuviel Lumen

alles nur Spiel und Anspielungen

wie Blumen in Masse ein Meer ergeben

Harmonie ist wie Pferde in Herden leben

werden eben noch gestillt und stehen schon auf eigenen Hufen

wir sind die Teil der Natur, doch auch die das Leugnen schufen


Cicadas

Forced to walk gloomy through the decades

often in a state of alertness, like the cicadas

art kills barricades, prepares for what’s new

and erects them again with new colors

sparkles blind our eyesight with too many lumens

all just acting-up and insinuations

like flowers en masse making up a sea

harmony is like herding horses

who were just breastfed and are already standing on their own hooves

we are part of nature, but also the ones who invented denial

Auf grauen Pferden durch graue Zeiten

Text für Projekt: Randamplan / Lyric for project: Randamplan

Ich hab´ genug von Gehirnzellen vernichtenden Aktionen
Explosionen im Hirn
aufgestauten Agressionen
Depressionen
die tief in der Seele wohnen
Illusionen
die erscheinen und gehen
Gedanken die gedeihen
und welche die wie vom Wind getragen verwehen
entstehen sekündlich Neue
vergehen wieder
und Treue
die bestehen bleiben
die Seele treiben
sich ins Bewußtsein reiben
wie Heilsalben auf der Haut einziehen
lassen das Leid sich zurückziehen
ja fliehen
im erkennen keinen Sinn zu finden
muß man sich vom Schlechten trennen
seinen eigenen Schmerz lindern
empfinden wir noch Gefühle
in unseren sonst so tauben Körpern
oder braucht man die heutigen Umstände
nicht mehr zu erörtern
oder schildern
näher zu beschreiben
um einen Tränen in die Augen zu treiben
die Zeiten stehen nicht gerade für freie Gedanken
doch sind alles Inspirationen die wir in uns tanken
und speichern
unser Wissen anreichern

mit oft so seichten
Nebensächlichkeiten
reiten wir auf grauen Pferden
durch graue Zeiten

begleiten uns nicht wie früher Overtüren
sondern die Schreie
aus aufgehusten Propagandabroschüren
und Türen scheinen nicht mehr so offen
sondern verschloßen, versperrt
muß man Eintritt erhoffen
für Glauben bezahlen
oder gottlos sterben
den wir sind die Erben der Erben
deren Vorfahren noch an das glaubten
dass wir heut´ verteten
ohne zu behaupten
es zu verstehen
oder verstehen zu wollen
wollen wir nur unsre Freiheit
wie geschwollen
erklingt das Wort in dieser Zeit
und geht in die Geschichtsbücher ein
als „das war die Freiheit – gefangen in der Ewigkeit“.

Es war einmal vor langer, langer Zeit
da hatten sie noch ein Wort,
sie nannten es Freiheit
das unglaubliche Gefühl
Platz auf Erden zu verspüren
mußte man aus Sicherheitsgründen
einfach zensieren

Es Finstare – 15.03.2020

Gedicht und möglicher Songtext im Wiener Dialekt

Wo es Verständnis blüat
und wo ana zu dia ghört
durt wo ma di Hoffnung find
wari gern
doch es Finstara verschlingt mi volla Lust

durt wo i grad bin
durt wo ma si abschind
und nua oi des Schworze siecht
is mei Herz und vastummt
und es Finstara verschlingt mi volla Lust

Doch stott resignieren schöpf i neiche Kroft draus
und stott wanan loch i laut auf
weu im Dunkeln lossts si gor so guad schlofn
und i woch erst wonn die Sun in mir scheint wieda auf

und i tram von Blumen
vo Wiesen und in Sunnanschein
und i loss mi drin sunnan
bis i wia a Samen keim

bis i di Sun ablick
werd i geduldig sei
bis i anfong zum Blüan
werd i di Hoffnung sei
und es Finstare vaschlingen volla Lust